„Ich wusste gar nicht das der Mond hier um 90° gedreht ist!“

Ja der Mond sieht nicht so aus wie in Deutschland! Unglaublich welche Dinge einem auffallen wenn man in ein Land zum ersten Mal reist. Menschen, Umgebung, Tiere und Gerüche. Es ist eigentlich nicht in Worte zu fassen und wenn man es versucht dann geht man die Gefahr ein, dass der Leser vieles nicht richtig oder gar falsch versteht… Nun ja ich bin eben einer der Menschen die so gut wie alles versuchen und somit die ein oder andere Gefahr eingehen…

Der erste Blogeintrag aus einem anderen Land:

Aus einem anderen Land… und was ist hier so anders?
Ich meine abgesehen vom Mond? Es gibt doch Autos, Menschen, Ampeln, Geldautomaten, Restaurants und Häuser.

Nun es sieht eben anders aus und ist auch anders! Es gibt hier entweder Jeeps oder Autos mit denen man bei uns höchst wahrscheinlich nicht einmal mehr die Abwrack-Prämie bekommen hätte. Ampeln… Ich glaube die meisten Bolivianer wissen gar nicht das es sie gibt. Die Hupe reicht doch vollkommen aus! Wer zuerst hupt fährt zuerst! Die Geldautomaten sind dann doch wirklich sehr ähnlich. Jedoch geht bei den meisten nicht mehr als 1500Bs (=150€) und das auch nicht jedes mal. Schwierigkeit bei dem Thema Geld ist aber das was danach kommt. Wenn ich also 1500Bs abhebe, bekomme ich das in 100er und 200er Scheinen. Da das meiste hier aber billiger als 10Bs ist, können viele die Scheine nicht wechseln. Beispiel dafür Internetcafé 1 Stunde 3Bs (=0,3€) 100er Scheine gehen hier nicht. Lektion: Kleinvieh macht nicht nur Mist sondern ist hier sehr nützlich. Bei den Restaurants kann man von schäbig bis gut frei auswählen. Bei den Guten ist dann auch ein Salat drin von dem ansonsten abgeraten wird. Wenn ihr wissen wollt warum dann müsst ihr euch entweder gedulden oder mich persönlich anschreiben denn so ein Thema hätte mindestens ein eigenen Eintrag MIT Bild verdient ;-). Die Häuser sind zwar prinzipiell vernachlässigt oder nicht fertig man findet jedoch auch immer mal wieder wirklich schöne Bauten. Die meisten Fassaden sind bemalt mit Werbung (Cola, Knorr uvm.).

Anfangs schlimm sind die Gerüche. Es hat am ersten Tag einfach alles übel gestunken Inzwischen sogar nur noch an schlimmen Stellen oder Mülltonnen. Wenn ich mir die Freiwilligen des letzten Jahres aber anschaue wird man sich auch daran gewöhnen!

Soweit die Eindrücke am ersten Tag. Ich werde mich bei den meisten Blogs eher kürzer halten und dafür öfters einen Eintrag rein stellen! So bleibt alles aktueller und man hat immer genügend Zeit zum Lesen.

Liebe Grüße,
Juan

PS: Danke für die Überschrift 😉

habe die ehre

..wohnen wo andere Urlaub machen. Ich spreche nicht von mir. München mag ja ganz nett sein aber am Sonntag war es dann endlich so weit. Aber bevor ich geografisch werde noch der human resources part.

Erdbeere, Litschi, Mango haben sich zu Tomate gesellt. Eine fruchtige Mischung! Dazu kamen noch Martin vom Tegernsee und Konstantin aus München. Alleine diese Konstellation ist hoch explosiv.

47.776483,12.234221 0.054969,0.127029 ist Urlaub… schon auf der Fahr war Urlaubsfeeling in der Luft. Hier kann man es aushalten. Aber erst braucht man Zubehör. Und das hatte ich dann auch schnell an. Ein Stück großartige deutsche Kultur wurde mir geliehen und schon war ich ein Bayer mit Tracht. Bloß die Fresse durfte ich nicht aufmachen 😉 Am besten gar keine Kommunikation auf verbaler Ebene. Des verschtescht dann eh nimmer, danaus!

An mein soziales Umfeld angepasst konnte es losgehen. Auf mein erstes Dorffest nach bayrischer Art. Ein Traum, nicht nur die Mädels im Dirndl oder der Geschmack vom Bier sondern das auch das Ambiente. Bauernhäuser schönster Baukunst und eine Bergkette im Hintergrund. Schöner geht es ja eigentlich nicht mehr. Die kulturelle Untermalung gabs dann von den verschiedenen Vereinen der Gemeinde. Tanz und Musik, ein Maßkrug, Kartoffelsalat mit Grillgut und Freunde oder wie man dort sagen würde Spezis! So kam ich nicht nur einmal ins Träumen die Zeit möge stehen bleiben. Ist sie aber nicht und so wie die Zeit weiterlief, so lief auch das Bier! Nach unvorstellbaren 5 Maß, es könnten auch mehr gewesen sein sind wir dann langsam mal aufgebrochen aber nur um auf dem Balkon vom Tom nochmal ein Absacker zu trinken und uns ein wahnsinniges Bergpanorama in der Nacht anzuschauen. Vereinzelte Lichter auf den Spitzen vollendeten die Romantik 😉

Als uns die Nachtigall verließ und die Lechen pfeiften verließen auch wir geschwind den Balkon um zu schlafen. Außer ich 😉 Ich dachte es schläft sich besser wenn man so ein Panorama hat und legte mich mim Schlafsack auf den Balkon. Und es lohnt sich vor dieser Kulisse aufzuwachen. Denn Tag verbrachten wir am Frühstückstisch in diesem Wunderschönen alten Bauernhaus und die ganze Familie machte mal kurz stopp an unserem Tisch um etwas zu plaudern.

Danach schauten wir noch die Highlandskühe vom Tom an und ich muss sagen ich habe noch nie so leckere Kühe gesehen. Die waren einfach so wie eine Kuh sein sollte. Bestimmt extrem schmackhaft und nicht so latschig wie der Supermarkt scheiss. Tom wenn du das liest, du darfst mich gerne mal auf ein Stück einladen 😉

Vertrau auf deine Schnuckelbärigkeit

Zu aller erst folgendes: Der Titel hebt ein bisschen vom eigentlichen Inhalt ab 😀 Vielleicht würde ein Titel wie „Wenn das Reisefieber einen packt“, „Aufbruchsstimmung“, „Fernweh“ oder „Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“. Aber ich habe mich ganz bewusst für diesen Titel entschieden. Es erinnert mich an das zurückliegende Wochenende, motiviert mich für die Zukunft und wird mich auch noch lange begleiten! „Vertrau auf deine Schnuckelbärigkeit“ weiterlesen