Agua de coco

Guten morgen ich steh auf und denk das muss mein Glückstag sein, es gießt in Strömen und ich höre jemand schreien, dein Glückstag muss ein anderer sein, den ich bin dein Tag, und heute bin ich Schwein!

Fettes Brot – Silberfische

Es regnet nun seit gestern Abend und es wird auch den ganzen Tag nur kurze Unterbrechungen geben. Ich fühl mich wie in der Regenzeit Rios, mit dem keinen Haken das Rio keine Regenzeit hat! Ich ziehe Badehose und meine Chinelos (flipflops) an. Den Oberkörper bedecken ein T-Shirt, mein KLJB-Pulli und eine Regenjacke. So verlasse ich das Haus um nach Casa do Menor zu gehen. Noch könnte es ein Glückstag werden, denke ich mir.

Im E-Mail Postfach liegt die Ernüchterung. Der Heimflug ist nicht so zeitig, dass ich das Zeltlager überfallen kann! Das bedeutet aber nicht, dass ich nun total am Boden zerstört bin. Es ist nur ein keiner Wunschtraum geplatzt!

Das Leben fängt da an, wo träume streben!

In der Morgenandacht habe ich dann was zu tun, ein kleines Mädchen von Casa Vida hüpft auf meinen Arm und will da auch nicht mehr weg! Ich genieße das ich was zu tun habe, in der Messe komm ich mit meinem Portugiesisch immer noch nicht übers Vater unser und ein paar Lieder hinaus. Das Mädchen genießt das es nicht stehen muss und versucht etwas zu dösen!

Die Italiener, Clara und Marco, versuchen nach der Messe zu erklären das Villa Claudia wegen Regen geschlossen ist. So unwahrscheinlich ist das übrigens nicht, aber ich versaue Ihnen die Tour weil ich heute unbedingt da arbeiten will und ruf dort an und sagen ihnen dann, dass es geöffnet hat. Hätte eh nichts geändert, denn die Verantwortlich waren gerade dabei selbst dort anzurufen! Also geht’s los, Marco springt ab um Geld wechseln zu gehen. Also machen Chiara und ich uns auf den Weg! Keine fünf Meter zieh ich Pullover und Regenjacke aus. Es ist richtig heiß geworden, aber weiterhin am Regnen! Normalerweise braucht man 30 Minuten. Heute brauchen wir eine Stunde! Warum, es regnet! Was hat aber der Regen mit der Maschgeschwindigkeit zu tun? Oder liegt es an der Italienischen Begleitung?

Ok ich lauf schnell, Zeltlager Eigenschaft! Aber es liegt am Regen! Villa Claudia ist auf einem Hügel, nicht hoch, aber steil! Nicht sehr steil aber so steil das es bei Regen unpassierbar ist! Die Straße ist nicht geteert und es gibt keine Kanalisation! Also läuft man aus einer Mischung aus Kanalisations-/Abflusswasser und durchweichten Lehm! Abartig rutschig! Wenn ich Ski gehabt hätte, hätte ich auf dem Heimweg den Brasilianern mal gezeigt was ein Riesenslalom ist!

Nachdem wir das Spektakel dann auf dem Heimweg zum 4x wiederholt haben (Zum Mittagessen geht es zurück nach Casa do Menor), haben wir uns auf die schwarze Piste getraut. Zum Spaß aller! Wir mussten teilweise anhalten um zu lachen und die passierenden Brasilianer fanden es auch recht lustig! Wir haben uns auch mittlerweile ein Wort für das Wasser welches wir durchwarten ausgedacht. Agua de coco, allerdings meinen wir nicht die Kokosnuss, sondern die doppeldeutigkeit des Wortes! Man kann in der Umgangsprache Scheisse (merda) auch Coco nennen. Nach weiteren Schwüngen auf den frisch gewaxten Chinelos ist Marco dann hingefallen und hat mir und Chiara unbedingt die Hand geben müssen. Auf halben Weg haben wir uns bei der Polizeistation den Wasserschlauch geliehen und uns etwas gereinigt!


Dieses Erlebnis des Matschsurfens haben wir übrigens jeden Tag dieser Woche wiederholt da es die komplette Woche quasi durchgeregnet hat!
Ist allerdings schon zwei Woche her!

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Eine Antwort auf Agua de coco

  1. Sina sagt:

    mmmhhhh echt lecker bei euch ;)
    Da wäre ein Runde Geländespiel doch genau das richtige!

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