Gastbeitrag von Brigitte Brehm
Casa do Menor, die Arbeitsstätte von Mirko
Casa do Menor ist eine Organisation mit dem Ziel Straßenkindern eine Zukunft zu geben und ist weitaus größer, als ich gedacht habe.
Zum einen gibt es da die Kinder und Jugendhäuser
Das Baby-, das Mädchen-, das Jungen- und das Geschwisterhaus. Die Kinder dieser Häuser können nicht in ihren Familien leben. Man bemüht sich aber, die Kinder wieder in ihre Familien einzugliedern oder in Adoptivfamilien zu vermitteln. Geschwister werden nicht getrennt!
Wir haben 4 kleine Geschwister gesehen. 2 weitere sind noch im Bauch der Mutter, die zusammen vermittelt werden sollen. Stellt euch mal diese Aufgabe vor!!
Dann gibt es noch das etwas außerhalb liegende Haus für Jugendliche die direkt von der Straße kommen und Kinder mit Beeinträchtigungen.
Der Hort (Villa Claudia) betreut die Kinder am Vor- bzw. am Nachmittag je nachdem wann die Kinder zur Schule gehen.
Dann die Zentrale :
In ihr sind die Verwaltung, eine Kantine, der medizinische Bereich und die Werkstätten untergebracht. Die Werkstätten sind das Ausbildungszentrum für Schlosser, Bäcker, Elektriker und Friseure, die von Wella Darmstadt unterstützt werden. Leider war Ferienzeit, so dass wir nur leere Räume besichtigen konnten.
Der Mittelpunkt dieser Zentrale ist die Kirche. Sie hat die Form eines großen Kuchenstücks und ist an der runden Seite offen.
Hier hat uns Mirko die Philosophie von Casa do Menor erklärt. Wobei er meinte, dass Pater Renato Chiera der Gründer von Casa do Menor dies weitaus besser vermitteln könne.
Ich versuche mal wiederzugeben, weil es mich beeindruckt hat.
Im Mittelpunkt steht Gott, der uns alle liebt egal woher wir kommen und was bisher geschehen ist. Er nimmt uns alle auf. Und Gottes Liebe soll nun weitergegeben werden.
Der Pater hat einen rießigen Würfel dessen Seiten bedruckt sind:
- Amor reciproco
Liebt Euch gegenseitig - Ser o peimeiro a amar
Sei der Erste der Liebt - Ver Jesus no outro
Siehe Jesus im anderen - Amar o inimigo
Liebe deinen Feind - Fazer-se um
Seid eins (Macht eins) - Amar a todos
Liebe jeden
Während des Gottesdiensts wird gewürfelt und die oben liegende Seite vorgelesen.
Casa do Menor ist die Familie. Sie gibt Heimat und Geborgenheit. Eine große Familie mit ihren Einrichtungen und eine kleine Familie in den Häusern. Und überall steht die Liebe zueinander im Mittelpunkt.
Jeden Mittwoch treffen sich alle die zu Casa do Menor gehören zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Es war ein schönes Wiedersehen mit den Kindern und den Sozialeltern. Zumal Pater Renato uns in den Gottesdienst miteinbezogen hat.
Die Idee ist gut, sehr gut. Der Aufbau gelungen. Aber das zu erhalten, die Idee weiter zu leben, das scheint sehr schwierig zu sein. Man merkt, dass es immer wieder irgendwo „menschelt“.
Trotzdem hoffe ich dass Casa do Menor weiter unterstützt wird. Gerade wegen der Kinder. Denn wo sollten sonst 6 kleine Kinder zusammen unterkommen?




Liebe Brigitte.
Vielen Dank für deine Beiträge. Es beleuchtet das ganze immer auch nochmal von einer anderen Seite. Der Seite der Besucher. Ich glaube man sieht das ganze nochmal ein wenig anders, wenn man nicht so strak in das Projekt involviert ist. Es fallen einem wahrscheinlich ganz andere Dinge ins Auge.
Liebe Grüße
Sina