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Brasilien

Begleitseminar

Lass Wind in deine Segel
und lauf auf zu neuen Wegen
Gestern war noch nichts und niemand hier
Und jetzt eine ganze Legion hinter dir
Und alles bis hierher
Zählt ab heut nichts mehr
Denn alles Gute liegt vor dir
Alles Gute liegt vor dir

Silbermond – Alles Gute

Mehr oder weniger Allgemeines

Das Begleitseminar welches von der AGEH/FID durchgeführt wurde, begann am 22. Februar und endete am 1. März. Für Freiwillige welche in dem Förderungsprogramm von Weltwärts sind, sind Vorbereitungstage, Vorbereitungsseminar, Begleitseminar und Rückkehrerseminar verpflichtet. Nicht verpflichtend geregelt ist wer die Seminare ausführt. Die FID Seminare sind aber glaube ich, selbst wenn ich noch nicht auf einem anderen war mit die besten. Selten sah ich so produktive Arbeit mit so viel Spaß verbunden. Nach einigen Tagen verstanden sich alle aus der Gruppe super und bei manchen hatte man das Gefühl als würden sie sich schon ewig kennen.

Wir haben viel gearbeitet. Ja das haben wir. Auch wenn das viele nicht glauben.

Mein Begleitseminar

Wie die Überschrift schon sagt, „Mein Begleitseminar“ berichte ich aus meiner Sicht mit meinen Aktionen, Gedanken, Eindrücken und Ideen!

Erstmal war ich verwundert über die große Anzahl von Freiwilligen (37) als ich mit etwas Verspätung im Seminarhaus ankam. Dennoch war ich auch wenn ich zu spät war schon nach einem Tag in der Gruppe integriert. Gut, ich kannte auch schon ein paar Leute noch aus Köln, welche mit mir gemeinsam ein Vorbereitungsseminar gemacht haben.

Altersunterschied (Erfahrung)

Als wir dann Gruppendynamische Spiele machten wurde mein Verdacht bestätigt, dass es sich wieder um Personen handelt, welche größtenteils direkt nach dem Abi das Auslandsjahr gemacht haben. Somit war ich einer der älteren. Was ich am Vorbereitungsseminar damals gut fand, dass wir älteren mehr oder weniger eine Gruppe waren. Dies fand ich gut weil wir doch irgendwie spürbar weiter waren oder halt schon mehr erlebt hatten. Beim Zwischenseminar war dieser Unterschied für mich kein Problem mehr. Man hat es gar nicht mehr richtig gemerkt. Dies liegt vielleicht daran, dass durch das Auslandsjahr viele der frischen Abiturienten nun eine Erfahrung gemacht haben, welche sie extrem weiter gebracht haben, in Ihrer Entwicklung. Bei einigen konnte ich die Veränderung richtig wahrnehmen.

Projektprobleme

Was dieses Jahr wohl besonders extrem war, war die Anzahl der Personen die mehr oder weniger schwerwiegende Probleme im Projekt haben. Vorab will ich mich nochmal selbst Zitieren aus meinem Artikel „Ein gar nicht so einfaches Jahr“

..da das Programm in der Presse gut da steht und Werbung für Deutschland macht, weil es gut aussieht wenn viele Freiwillige ins Ausland gehen wird weiter gemacht. Kurz um, die Trägerorganisation sollen mehr Plätze schaffen. Also werden Plätze aus dem Boden gestampft bei Aufnahmeorganisation welche gar kein Bedürfnis haben, höchstens am Geld welches der Freiwillige bringt oder auch noch gar nicht bereit sind einen Freiwilligen auf zu nehmen.

Mirkos kleine Welt – Ein gar nicht so einfaches Jahr

Nun so erklärt sich für mich auch warum gerade dieses Jahr die Probleme so überdurchschnittlich hoch sind. Wenn ich mich recht erinnere waren es sogar um 50%. Um es vorne Weg zu nehmen, nicht alle sind deshalb unglücklich! Viele machen dann das, was mir ein Freund am Telefon gesagt hat und ich versuche dies mal hier auszurücken. (Nicht der original Wortlaut)

Wenn das nicht läuft, dann muss sich der Freiwillige etwas außerhalb suchen, etwas selber aufbauen oder irgendwo anders mithelfen.

Das machen viele und das funktioniert auch meist recht gut. Trotzdem fällt dies, obwohl es gelöst ist, für mich in den Bereich Projektprobleme. Es ist natürlich möglich, die Frage ist bloß ob das gewollt ist und natürlich ob das wirklich sein kann das der Freiwillige sich selbst etwas suchen muss. Klar alle Freiwilligen müssen aus sich heraus agieren aber wer das nicht so gut kann oder vielleicht einfach keine Möglichkeiten besitzt hat ein Problem.

Knuddel -n/-Knut

Knut, und ich meine einen noch viel süßeren Knut als er in Berlin im Zoo ist, ist der Knuddelknut. Was er, zusammen mit Christoph und später auch Robin mit der Gruppe anstellte ist das lustigste, schönste, bescheuertste und liebste überhaupt. Nicht nur das er einen mit seinen unvorgewarnten Umarmungen quasi pausenlos seine Freundschaft zeigt! Nein später artete es in Gruppenkuscheln in Form von reißen Menschenhaufen. Diese Art von Kontakt, hat sichtlich allen beteiligten viel Spaß gemacht. Das belanglose umarmen! Es tat einfach gut und ich kann für mich sagen, ich habe es gebaucht den Akku mal wieder diesbezüglich auf zu laden um dann wieder im Projekt den Kindern weiterhin wie bisher Zuneigung und Liebe entgegen zu bringen! Die Brasilianer haben zwar auch viel Körperkontakt in ihrer Kultur, aber es ist einfach nochmal was anderes wenn ein Brasilianer einen umarmt. Ich für mich, weiß oft nicht, ob das bei Mädels schon anmache ist oder nur die Standartumarmung. Irgendwie kann ich das nicht immer unterscheiden, und für mich auch viel mehr rausziehen, bei Leuten die ich Kulturmäßig einfach verstehe und mir nicht fremd sind!

Wenn Knut, Christoph, Mirko und ich ein Haufen machen, ist das dann ein Scheisshaufen?

Robin

Kleine Welt

Nicht nur Mirkos kleine Welt ist klein, die richtige, welche ja zwangsläufig in meiner kleinen Welt endet, ist es auch. Warum? Naja, während wir uns so vorstellen, am ersten Tag des Seminars, ist ein paar Plätze vor mir ein Mädchen,  welches sagt das sie aus Weschnitz, ein kleines Kaff in Süd-Hessen, kommt. Als ich dann dran komm, bleibt mir nur zu sagen das ich in einem kleinen Kaff wohne, an dem die Weschnitz, der Bach heist so wie ihr Kaff komme. Die Weschnitz entspringt aber nicht in Ihrem 20min von mir entfernten Kaff Weschnitz sondern in Hammelbach… glaube ich zumindest. Hier in Brasilien wohnen wir übrigens 2.500 Kilometer von einander entfernt. Sie in Fortaleza ich in Rio! Aber für ein Land das größer ist wie USA ist das keine Entfernung. So wie bei uns Kalsruhe – Hamburg! Ein weiterer lustiger Zufall ist, das Ihr Projekt, Fazenda da Esperanca, 2minuten Fußweg von Casa do Menor Fortalza liegt! Ich grüße dich Monika!

Gruppenbild mit Teamern und Teilnehmern

4 Antworten auf „Begleitseminar“

… und so schnell gehts. Vor fast nem Jahr waren wir noch zusammen auf dem Vorbereitungsseminar (Danke für die netten Worte über die „Gruppe der Älteren“ dort 😉 ) und jetzt bin ich schon wieder 3 Monate zurück in Deutschland und hab mein Rückkehrerseminar auch bereits hinter mir. Hab da Michael und Astrid getroffen und ist schon erstaunlich, was bei jedem von uns in diesem Jahr so passiert ist.
Ich wünsch dir auch noch weiter ne tolle Zeit und vielleicht sehn wir uns im Herbst ja irgendwo in Deutschland! Würd mich auf jeden Fall sehr freun…
Dieser knuddelnde Knut kommt mir übrigens auch irgendwoher bekannt vor…

Hi Mirko…ein toller Bericht!
Wollte ich dir nur mal schreiben…und freue mich, dass dir das Lied anscheinend gefallen hat.
Und natürlich waren wir kein Scheißhaufen!
Beste Grüße aus Viçosa in Alagoas
estou com saudades de vocês…

Huhu.

Ich will dir einfach nur mal wieder sagen, dass ich ganzschön stolz auf dich bin!
Wenn du wieder zu Hause bist kannst du so viele europäische Knuddelhaufen haben wie du möchtest. 😉

Freu mich auf dich.
Bussi Sina

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